Mehr Baugenehmigungen in Bayern

16.02.2004

München (16.02.04) - Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im Jahr 2003 in Bayern gegenüber dem Vorjahr um fast 18 Prozent auf fast 63.000. Das ist die erste Zunahme nach vier Jahren Rückgang. Diese erfreuliche Entwicklung wird in erster Linie vom Ein- und Zweifamilienhausbau getragen. Ein weiterer Lichtblick für die Bauwirtschaft ist, dass der Negativtrend im Mehrfamilienhausbau gestoppt werden konnte. "Ich hoffe, dass sich diese Zahlen bald in Neubauten niederschlagen. Dazu kann auch das bayerische Wohnungsbauprogramm beitragen. Die knappe Haushaltslage zwang zwar bei diesem zu Abstrichen. Wir können damit aber auch im Jahr 2004 einkommensschwachen Haushalten helfen, ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen", stellte Innenminister Dr. Günther Beckstein die neueste bayerische Statistik der Wohnungsbaugenehmigungen 2003 vor.

Nach den Feststellungen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2003 für insgesamt 62.679 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt oder Genehmigungsfreistellungsverfahren abgeschlossen. Das waren 17,8 % mehr als im Vorjahr mit 53.225 Wohnungen. Damit wurde 2003 nach vier Jahren beständigem Rückgang der Genehmigungszahlen erstmals wieder eine Steigerung registriert. Die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser stieg um 19,2 Prozent auf 29.699, die Zahl der genehmigten Wohnungen in Zweifamilienhäusern sogar um 37 Prozent auf 8.180. Zu einem großen Teil handelt es sich hier allerdings um einen Vorzieheffekt aufgrund der von der Bundesregierung wiederholt angestoßenen Diskussion um den Fortbestand der Eigenheimzulage. Vor diesem Hintergrund können diese Zahlen nicht als Beleg für eine dauerhafte Verbesserung der strukturellen Lage der Bauwirtschaft gewertet werden.

Einen Hinweis, dass zumindest die konjunkturelle Talsohle durchschritten sein dürfte, gibt allerdings die Entwicklung der Zahl der Baufreigaben in Mehrfamilienhäusern. Während im Jahr 2002 noch 14,4 Prozent weniger gezählt wurden als im Vorjahr, reduzierte sich dieser Rückgang in der ersten Jahreshälfte 2003 auf 2,7 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte 2003 errechnet sich nunmehr sogar ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2003 ergibt sich eine Steigerung um 2,7 Prozent.

Quelle: STMI

 

 

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