17.02.2005
Berlin (17.02.05) - Im Rahmen einer Konferenz zur Zusammenarbeit Deutschlands mit der Russischen Förderation auf den Gebieten des Bau- und Wohnungswesens sowie der Kommunalwirtschaft vom 16. bis 18. Februar 2005 in St. Petersburg hat der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath, den rund 600 russischen Teilnehmern, insbesondere Bürgermeistern, Vertretern der Regionen, der russischen Staatsduma sowie der russischen Zentralregierung, die Bereitschaft des deutschen baugewerblichen Mittelstandes zu einer engen Partnerschaft angeboten.
Frauenrath betonte, dass gerade die baugewerblichen Mittelständler engste Kontakte zu den Städten, Gemeinden und Kommunen in Deutschland hätten, weil sie zu ca. 70% im regionalen und kommunalen Raum tätig seien. Gerade diese regionale Präsenz und Nähe zu den kommunalen Entscheidungsträgern in Deutschland könnte genutzt werden, in Partnerschaft mit der russischen Wohnungs- und Kommunalwirtschaft das Know-how einzubringen, um eine gemeinsame Umsetzung von kommunalen Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere "KPP ? Kommunal-Private-Partnerschaftsmodelle" und Kooperationen in Form des sogenannten "Contracting" im Bereich kommunaler Dienstleistungen, der Ver- und Entsorgung, der Immobiliensanierung bis hin zum Baustoff-Recycling forciert anzugehen.
Frauenrath berichtete aus den Erfahrungen seiner Unternehmensgruppe in PPP-Projekten und stellte die möglichen Effizienzgewinne und Einsparpotenziale dar. Er betonte nachdrücklich, dass bei "KPP-Kommunal-Privaten-Partnerschaftsprojekten" in einer Größenordnung von 1 bis 10 Mio. EURO und darüber Einsparpotenziale von 10-20% erreicht werden können, wenn ein ganzheitliches Konzept von der Planung, Finanzierung, Bauen und Betreiben über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren sowie das Know-how der Privatwirtschaft in Partnerschaft mit der Kommune zum Einsatz kommen.
Der Präsident des ZDB verwies auf bereits durchgeführte deutsch-russische Projekte mit baugewerblichen Mittelständlern wie einen Hotelkomplex in Tweer oder ein großes Baukombinat in Sertolowo. Weitere russisch-deutsche Partnerschaften habe der ZDB bereits in den letzten Jahren im Bereich Aus- und Fortbildung russischer Führungskräfte aus Verwaltung und Baukombinaten durchgeführt. Auch die Eröffnung von ersten deutsch-russischen Bauzentren in Nowosibirsk und Irkutzk (wird im Mai eingeweiht) seien gute partnerschaftliche Aufbaumaßnahmen für eine zukünftige engere Zusammenarbeit mit den Kommunen und Städten Russlands.
Sollten die Gesetzesvorlagen zur Reform der russischen Wohnungs- und Kommunalwirtschaft demnächst in der russischen Staatsduma verabschiedet werden, dann werden die Reformgesetze den Städten und Kommunen größere Handlungsspielräume eröffnen und zusätzliche Finanzmittel übertragen. "Dadurch würden auch für deutsche Unternehmen Rahmenbedingungen geschaffen, die eine gemeinsame Umsetzung von kommunalen Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere KPP-Modelle und Kooperationen in Form des sogenannten "Contracting" in kommunalen Dienstleistungen erleichtern", so der Präsident des ZDB.
Quelle: ZDB
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