Staatssekretär würdigt verstorbenen Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern Woltereck

01.04.2004

München (01.04.04) - "Mit dem Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern Günter Woltereck verlieren wir eine große Persönlichkeit. Wer ihn kannte und erlebt hat, weiß, mit welchem Engagement, welcher Fachkunde und welcher Eloquenz er die Angelegenheiten des staatlichen Straßenbaus in Bayern stets vertreten hat. Das Amt des Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern hat er in den vergangenen zwölf Jahren in herausragender Weise ausgeübt und ihm seine ganze Kraft gewidmet", würdigte Innenstaatssekretär Georg Schmid den verstorbenen Präsidenten Woltereck beim Requiem am 1. April 2004 in München. Kurz vor Vollendung seines 65. Geburtstages und damit kurz vor dem Ruhestand musste er nach knapp einjähriger Krankheit, für alle unbegreifbar, von uns gehen.

Am 18. Mai 1939 in Leipzig geboren, besuchte Woltereck nach der Volksschule in Seeon die Oberrealschule in Traunstein. Nach dem Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule in München legte er 1968 die große Staatsprüfung für den höheren bautechnischen Verwaltungsdienst in Bayern als Prüfungsbester ab. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über das Straßenbauamt Landshut an das Straßenneubauamt Kempten. 1976 wechselte er an die Oberste Baubehörde, bevor ihm 1982 die Leitung des Straßenbauamtes Augsburg übertragen wurde. Drei Jahre später übernahm er von 1985 bis 1989 die Leitung des größten bayerischen Straßenbauamtes, des Straßenbauamtes München. Hier galt sein besonderes Engagement der Straßenerschließung des Flughafens München II. 1989 führte ihn sein Weg zurück an die Oberste Baubehörde, bevor er am 1. Januar 1992 zum Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern ernannt wurde.

Als Präsident der Autobahndirektion Südbayern hat er in den vergangenen zwölf Jahren Außerordentliches geleistet. Er war verantwortlich für 1.200 Mitarbeiter und ein Autobahnnetz von 1.150 km Länge. Sein unermüdlicher persönlicher Einsatz, verbunden mit hohem Fachwissen und reichem Erfahrungsschatz sowie der Fähigkeit, auch wichtigen Detailfragen die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, haben maßgebend dazu beigetragen, dass die schwierige Aufgabe des Autobahnbaus in Südbayern zügig vorangebracht werden konnte. Schmid: "Durch seine besondere Fähigkeit, komplexe Sachverhalte präzise und dabei auch für den Nichtfachmann verständlich darzustellen, konnten auch bei äußerst umstrittenen Vorhaben Diskussionen und Auseinandersetzungen mit der nötigen Sachlichkeit geführt werden. Sowohl bei Erörterungsterminen und Gerichtsverhandlungen als auch in unzähligen Informationsveranstaltungen hat Herr Woltereck durch die Kraft seiner Persönlichkeit sehr viel für die Durchsetzbarkeit wichtiger großer Autobahnprojekte bewirken können. Unter seiner Leitung wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Vielzahl bedeutender und schwieriger Autobahnprojekte in Südbayern geschaffen. In den zwölf Jahren seiner Präsidentschaft hat er leidenschaftlich für die Realisierung auch umstrittener Projekte gekämpft. Viele Vorschläge zur Lösung der Verkehrsprobleme rund um München wie der Bau des Autobahnrings im Norden und Westen tragen seine Handschrift. Insbesondere sind und bleiben laut Schmid die A 94 in Richtung Chemiedreieck, die A 7 und A 96 nach Schwaben mit dem Namen Woltereck verbunden. Auch im Bereich der Verkehrsbeeinflussungsanlagen und der Telematik konnte Präsident Woltereck starke Akzente setzen. Die Pilotfunktion der Autobahndirektion Südbayern im Großraum München im Verbund mit verschiedenen Forschungsprojekten hat dazu beigetragen, dass mittlerweile München auch seitens der Privatwirtschaft als eines der Zentren für die moderne Verkehrsleittechnik anerkannt wird.

Quelle: STMI

 

 

[ zurück zur Übersicht ]

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern