Dr.-Ing. Heinrich Schroeter ist neuer Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Die Mitglieder der Vertreterversammlung – dem höchsten Entscheidungsgremium der berufsständischen Vertretung aller im Bauwesen tätigen Ingenieure in Bayern – wählten den Beratenden Ingenieur aus Floß (Oberpfalz) am vergangenen Freitag bei ihrer Sitzung in Nürnberg zum Nachfolger von Heidi Aschl.
02.04.2007 - Nürnberg/München
Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit nannte der neue Kammerpräsident das Engagement für den Bestand und die Weiterentwicklung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), eine verstärkte Einflussnahme auf die Erarbeitung und Neuformulierung von Normen, die Überwindung der Ländergrenzen innerhalb Deutschlands hinsichtlich Regelungen und Vorschriften im Bauwesen sowie eine Intensivierung der Nachwuchswerbung.
Dr. Heinrich Schroeter ist Mitinhaber eines Ingenieurbüros für Tragwerksplanung in Weiden in der Oberpfalz und seit 1989 Prüfingenieur. Nach seinem Abitur absolvierte er von 1961 bis 1972 seine Dienstzeit bei der Bundeswehr, wo er ab 1967 zum Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Hochschule München abkommandiert war. Schroeter promovierte im Jahr 1980 an der TU München.
Seit Gründung der Kammer ist Dr. Schroeter Mitglied der Vertreterversammlung und war dort zuletzt als Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen tätig. Der neue Kammerpräsident ist unter anderem Mitglied in den Berufsverbänden VBI und VPI. Seit 1995 ist Dr. Schroeter als deutscher Vertreter im wissenschaftlichen Ausschuss ISCARSAH (International Scientific Committee for Analysis and Restoration of Structures of Architectural Heritage) der Denkmalpflegeorganisation ICOMOS (International COmmitee of MOnuments and Sites) tätig.
Die bisherige Präsidentin der Kammer, Heidi Aschl, hatte im November 2006 die Entpflichtung von ihren Ämtern in der Kammer beantragt. Diese Entpflichtung wurde am vergangenen Freitag wirksam.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, Körperschaft des öffentlichen Rechts, vertritt die beruflichen Belange ihrer 5400 Mitglieder. Diese sind Ingenieure aller Fachbereiche von Planen und Bauen. Zu den Aufgaben der Kammer zählt der Schutz der beruflichen Belange, die Listenführung, die Beratung von Kammermitgliedern sowie öffentlichen und privaten Auftraggebern, die Überwachung der Erfüllung beruflicher Pflichten sowie die Förderung von Baukultur, Wissenschaft, Forschung und Technik.
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