München/Traunstein. Wenige Tage vor der geplanten Urteilsverkündung im Prozess um den Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau das Drücken der Ingenieurhonorare durch Gemeinden verurteilt: „Noch immer vergeben Bauverwaltungen Aufträge für Gutachten zu Niedrigstpreisen, die ein sorgfältiges Arbeiten kaum ermöglichen“, kritisierte Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter in München. Damit nähmen die Verantwortlichen in den Rathäusern die Risiken eines Billig-Gutachtens bewusst in Kauf. Bei dem Einsturz der Eissporthalle am 2. Januar 2006 waren 15 überwiegend junge Menschen ums Leben gekommen. Vor dem Traunsteiner Landgericht müssen sich seit mehr als neun Monaten drei Ingenieure und Architekten wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Das Urteil wird am kommenden Dienstag (18. November) erwartet.
14.11.2008 - München/Traunstein
Fachkundige Personen sind zum Beispiel Bauingenieure, die mindestens fünf Jahre Erfahrung mit der Aufstellung von Standsicherheitsnachweisen, mit technischer Bauleitung und vergleichbaren Tätigkeiten haben.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau mit Hauptsitz in München vertritt die beruflichen Belange ihrer 5500 Mitglieder. Dabei handelt es sich um Ingenieure aus dem Bauwesen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Kammer gehören die Beratung der Mitglieder, der Schutz der beruflichen Belange, die Überwachung der Erfüllung der beruflichen Pflichten, die Förderung der Baukultur, Wissenschaft und Technik sowie die Stärkung der Eigenverantwortung, Unabhängigkeit und Fachkompetenz. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau wurde 1990 gegründet und ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Aufsichtsbehörde ist das
Bayerische Staatsministerium des Inneren.
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