In Gisela Heides Bildern klingt weibliche Präsenz durch eine malerische Hülle von Stoffmustern und Ornamentik.
20.01.2010 - München
Mit Gisela Heide hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau wieder eine außergewöhnliche Künstlerin für die traditionelle Ausstellung in den Geschäftsräumen in der Nymphenburger Straße 5 gewinnen können: Kleider machen Leute, lautet ein Sprichwort, das Frau Heide mit Leben erfüllt. Denn sie malt Kleidungsstücke, die wie pastellfarbene Luftgespenster sind. Als sei alles nur ein schönes Versehen, als hätten sie sich rein zufällig auf die Leinwand verirrt und dort materialisiert. In den Werken der gelernten Bildhauerin kommt etwas zum Vorschein, was eigentlich gar nicht da ist: Körper, die durch das, was sie umhüllt, erscheinen.
Die transparent geschichteten Gewebestrukturen der Kleidungsstücke bergen, begrenzen und gestalten den Körper, ohne ihn selbst abzubilden. Sie gehören zum Körper, indem sie nahtlos in ihn übergehen, und stellen sich gleichzeitig als Teil der Außenwelt dar. Sie sind die dünne und vielfältige Membran zwischen Innen- und Außenraum.
Die Ausstellung trägt den Titel per-sonare, was übersetzt „hindurch-tönen“ heißt, aber auch andere Deutungen anklingen lässt. Die Werke Heides sind vom 21. Januar bis zum 16. April 2010 in den Geschäftsräumen der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau in der Nymphenburger Straße 5 in München ausgestellt. Sie können von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 15 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
► Internetseite von Gisela Heide
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