Rückblick auf die 8. Sitzung der V. Vertreterversammlung in Nürnberg

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau wird zu verschiedenen Themen Musteringenieurverträge entwickeln und ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Für einen entsprechenden Antrag stimmten am 14. April 2011 die Mitglieder V. Vertreterversammlung bei ihrer Sitzung in der Nürnberger Meistersingerhalle. Die auf dem Markt befindlichen Vertragsmuster seien nicht selten mängelbehaftet, hieß es.

 

14.04.2011  -  Nürnberg

Außerdem beauftragten die Mitglieder den Vorstand sich aktiv für die Einhaltung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bei der zusammengefassten Vergabe von Ingenieur- und Bauleistungen einzusetzen. Dazu soll sich der Vorstand um die Durchführung und Einhaltung einer Konformitätserklärung bei den zuständigen Dienststellen kümmern.

Die Praxis zeigt nach Ansicht der Kammer, dass öffentliche Auftraggeber die Ingenieurleistungen für die Tragwerksplanung, Leistungsphasen IV und V, in die Leistungsverzeichnisse für die bauausführenden Unternehmen aufnehmen und diese nicht direkt an Ingenieurbüros vergeben. Außerdem wird in vielen Fällen bei Ingenieurbauwerken die Leistungsphase V für die Objektplanung nicht berücksichtigt. Das führt dazu, dass die erzielbaren Honorare mitunter erheblich unterhalb der HOAI-Sätze liegen.

Bei der Sitzung gab Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter einen Überblick über die Tätigkeit der Kammer im vergangenen Halbjahr. Die gesetzten Ziele seien erreicht worden, so das Fazit Schroeters, das er mit vielen Beispielen belegte. So wurde etwa das Informations- und Beratungsangebot für die Mitglieder weiter ausgebaut. Dazu gehören zum Beispiel die kostenfreie Erstberatung in Rechtsfragen und die Ingenieurakademie Bayern mit ihren Fort- und Weiterbildungsangeboten.

Mitgliederwerbung ist für die Kammer von zentraler Bedeutung. „Die besten Werbeträger für die Kammer sind zufriedene Mitglieder”, so Schroeter. In diesem Zusammenhang seien auch die Arbeit der Gremien und die Ergebnisse der Ausschüsse und Arbeitskreise von großer Bedeutung.

Gespräche mit Politikern

Ein weiteres Ziel ist es, dass gesellschaftliche Gewicht der Kammer und ihrer Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit zu steigern. Dazu sollen Veranstaltungen wie der Bayerische Ingenieuretag oder der Parlamentarische Abend beitragen. „Für die Gespräche mit Politikern brauchen wir Fakten. Deswegen führen wir regelmäßig die Konjunkturumfrage durch“, so Schroeter.

In den vergangenen Monaten ist die Anzahl der Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau erneut gestiegen, auf inzwischen insgesamt 5.873. In seinem Bericht stellte Schroeter erstmals die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Mitgliederumfrage vor. Dreiviertel der Befragten beurteilten das Erscheinungsbild der Kammer als sehr gut und gut und nur 5 Prozent als verbesserungswürdig oder schlecht. Zwischen 2 und 6 Prozent finden, verschiedene Punkte seien verbesserungswürdig und gerade mal 1 Prozent beurteilen sie als schlecht. „Aber gerade diese wenigen negativen Antworten müssen ernst genommen werden“, so Schroeter.

Dem sogenannten Parlament der Ingenieure gehören insgesamt 125 Bauingenieure, Vermessungsingenieure, Ingenieure für Technische Gebäudeausrüstung, Bauphysiker, Ingenieure für Geotechnik und weitere im Bauwesen tätige Ingenieure an. Die nächste Sitzung der Vertreterversammlung findet im Herbst in München statt. Im kommenden Frühjahr werden sich die Mitglieder der Vertreterversammlung erneut in Nürnberg treffen.

 

 

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