Die Nürnberger Fleischbrücke wird am Freitag, den 10. Juni 2011, mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Die von 1596 bis 1598 erbaute Fleischbrücke gilt als eines der bedeutendsten Brückenbauwerke der Spätrenaissance in Deutschland. Anlässlich einer Feier auf der Brücke wird eine Ehrentafel an dem Bauwerk enthüllt. Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr.
30.05.2011 - München/Nürnberg
Nach der Begrüßung durch Dr.-Ing. Horst Förther (2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg) und einem Grußwort von Dipl.-Ing. Günther Hoffmann (Leiter Abteilung Bauwesen des Bundes-verkehrsministeriums) werden Dr.-Ing. Jens Karstedt (Präsident der Bundesingenieurkammer) und Dr.-Ing. Heinrich Schroeter (Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau) die Ehrentafel enthüllen. Die Festrede hält Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz.
Die damaligen Baumeister unter der Leitung von Wolf Jacob Stromer (1561-1614) hatten zahlreiche Herausforderungen zu meistern: So waren beide Ufer verschieden hoch. Wegen der Enge des Flussbettes kam nur eine einbogige Brücke in Frage. Zudem waren wegen der Bebauung an den Zufahrten eine starke Steigung oder lange Auffahrtsrampen unmöglich. Der große Horizontalschub des Bogens und der sumpfige Untergrund machten gewaltige Widerlager notwendig. Insgesamt wurden beim Bau mehr als 2.000 Pfähle in den Baugrund gerammt.
Mit der Auszeichnung ehrt die Bundesingenieurkammer seit 2007 historisch bedeutende Ingenieurbauwerke, die von der Genialität vergangener Ingenieur-Generationen erzählen.
Internet: www.wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de
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