Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat soeben ihr 6000. Mitglied aufgenommen. Tragwerksplanerin Dr.-techn. Denise Eberspächer aus Landshut gehört der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau seit der letzten Vorstandssitzung als freiwilliges Mitglied an. Insgesamt zählt die Kammer inzwischen schon 6030 Mitglieder. „Unsere Kammer wächst stetig – das zeigt, dass unsere Mitglieder mit unserer Arbeit zufrieden sind. Das ist für uns Lob und Ansporn zugleich“, bilanziert Kammer-Präsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter. „Besonders freut mich, dass mit Frau Dr.-techn. Denise Eberspächer eine Ingenieurin unser 6000. Mitglied geworden ist“, so Schroeter weiter.
12.04.2012 - München
Dr.-techn. Denise Eberspächer arbeitet als Tragwerksplanerin bei der BBI Bauer Beratende Ingenieure GmbH. Der geschäftsführende Gesellschafter Dr.-Ing. Werner Weigl, der auch Mitglied im Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ist, sagt: „Wir haben viele Frauen im Unternehmen, erst letzte Woche habe ich wieder eine Ingenieurin eingestellt. Die gute Arbeit unserer Ingenieurinnen spricht für sich.“
Unter den Mitgliedern der Kammer sind die Männer derzeit deutlich in der Überzahl – es spiegelt sich darin die generelle Struktur des Berufsstandes. Traditionell entscheiden sich immer noch wesentlich mehr Männer als Frauen dafür, als am Bau tätiger Ingenieur zu arbeiten. Doch die Branche befindet sich im Wandel. 2010 lag der Frauenanteil unter den Studierenden der Fachrichtung Bauingenieurwesen bereits bei über 26 Prozent (Quelle: vdi-monitoring.de). 20 Jahre zuvor waren es gerade einmal gut 14 Prozent. Zeitversetzt wird sich der Wandel auch in den Mitgliederzahlen der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau niederschlagen, ist sich Dr. Schroeter sicher.
Seit vielen Jahren klagt die Branche über Nachwuchssorgen, gerade am Bau tätige Ingenieure werden händeringend gesucht. Dass die Frauen nun dabei sind, sich ihren Platz in der Branche zu erobern, ist eine Entwicklung, von der alle profitieren.
Übrigens: Die erste deutsche Bauingenieurin mit Diplom war Martha Schneider-Bürger (geb. 1903, gest. 2011). Sie schloss 1927 ihr Studium an der Technischen Hochschule München als Dipl.-Ing. ab. Martha Schneider-Bürger ist dem Fachpublikum vor allem durch ihre Tabellen der „Stahlbau-Profile“ bekannt geworden, die sie bis zu ihrem Tod in 23 Auflagen herausgab. Um ihre Vorreiterrolle für Frauen im Ingenieurwesen zu würdigen, wurde im Juni 2011 ein Platz am Technischen Rathaus Sterkrade, ihrem Geburtsort, nach Martha Schneider-Bürger benannt.
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