Auszeichnung für König-Ludwig-Brücke in Kempten: Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst

Die König-Ludwig-Brücke in Kempten wurde am 20. April 2012 in einem Festakt als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und der Bundesingenieurkammer. Die Präsidenten beider Kammern enthüllten gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Kempten, Dr. Ulrich Netzer, die Ehrentafel an der Brücke.

 

20.04.2012  -  München / Kempten

„Erstmals verleihen wir nun einem Holzbauwerk diesen wichtigen Titel. Die König-Ludwig-Brücke ist mit ihren 160 Jahren eine der ältesten erhaltenen hölzernen Eisenbahnbrücken Deutschlands und ein Musterbeispiel für Ingenieurkunst und Nachhaltigkeit“, erklärte Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. „Diese Brücke markiert einen Wendepunkt in der Ingenieursarbeit. Sie gehört zu den ersten Brücken, die aufgrund theoretischer, rechnerischer Überlegungen zum Tragverhalten entstanden sind“, so Schroeter weiter.

 

Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst - Dr. Netzer

Die 1852 eingeweihte König-Ludwig-Brücke über die Iller ist ein einzigartiges Denkmal des frühen Eisenbahnzeitalters. Das konstruktive System der Brücke wurde von dem amerikanischen Ingenieur William Howe entwickelt und von 1847 bis 1851 in Fachwerk-Bauweise aus besonders robustem Lärchenholz errichtet. Die Brücke ist die einzige erhaltene aller Howe-Brücken in Deutschland. Sie führt in 30 Meter Höhe über den Fluß, ist 121,6 Meter lang und steht unter Denkmalschutz.

 

 

Kemptens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer sagte in seiner Rede, dass für die notwendige Sanierung der Brücke voraussichtlich Kosten im siebenstelligen Bereich anfallen werden. Die Stadt sei daher für jede finanzielle Unterstützung zum Erhalt des Denkmals dankbar.

 

 

Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst

Die König-Ludwig-Brücke ist nach der Fleischbrücke in Nürnberg die zweite bayerische Brücke, die den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ führen darf. Bundesweit ist sie das elfte mit diesem Titel ausgezeichnete Bauwerk. Die Aktion „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Initiative Baukultur und dem gleichnamigen Förderverein unterstützt.

Pünktlich zur Verleihung des Titels ist auch ein Buch über Kemptens baukulturelles Kleinod erschienen. In auch für den Laien verständlicher Sprache zeigt Autor Prof. Dr.-Ing. Stefan M. Holzer das interessante historische Umfeld und die Bedeutung der Brücke für die Geschichte des Bauingenieurwesens auf. Mit historischen Dokumenten, Illustrationen und Zitaten wird die Geschichte der Brücke lebendig.

Prof. Holzer stellt die Brücke vor

Weitere Informationen zum Buch sowie zu allen Bauwerken, die bislang als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet wurden, finden Sie im separaten Anhang oder unter www.wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de.

Pressemitteilung (PDF)

 

 

zurück zur Übersicht

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern