Energiewende muss besser gemanagt werden

Bayerische Ingenieurekammer-Bau legt Positionspapier zur energetischen Infrastruktur vor

 

13.03.2014  -  München

Eine klare und vorhersehbare Strategie zur Energiewende, das fordert die Bayerische Ingenieure-kammer-Bau in ihrem aktuellen „Positionspapier Energetische Infrastruktur“ von der Politik. Um das Ziel der EU zu erreichen, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, muss die Regierung geeignete staatliche Regelungen erlassen und Fördermöglichkeiten schaffen. Auch die Versorger sind in der Pflicht. Sie müssen Strom für etwaige Versorgungsengpässe vorhalten – zu bezahlbaren Preisen.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau kritisiert die derzeitige Projektsteuerung als mangelhaft. „Es ist nicht verständlich, dass in der Nordsee Off-shore-Windanlagen fertiggestellt sind, aber nicht in Betrieb gehen können, weil die Anbindung an das Landnetz fehlt“, nennt Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter ein Beispiel. „Der reibungslose Übergang zu einer umweltgerechten, Energieversorgung wird durch die Aufsplitterung der Zuständigkeiten, der Abnahmeverpflichtung für regenerative Energie, eine offensichtlich preisgünstige Energieproduktion mit Braunkohlekraftwerken, die Stilllegung von modernen Gaskraftwerken und die ungenügende Verbrauchssteuerung behindert“, so Schroeter weiter.

Ideal sind aus Sicht der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau lokale Netze, die so viel Strom erzeugen, wie gerade verbraucht wird. Dies kann beispielsweise in einer landwirtschaftlichen Umgebung durch einen Mix aus Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biogasanlagen bei gleichzeitiger Verbrauchssteuerung weitgehend erreicht werden. Im nationalen Bereich müssen aber belastbare Verteilernetze und Speichermöglichkeiten bzw. Regelenergie vorgehalten werden. „Die Forschung im Bereich Speicherung muss gefördert werden, nur so können wir erneuerbare Energien langfristig effizient und bundesweit einsetzen“, mahnt Dr.-Ing. Heinrich Schroeter.

Erarbeitet wurde das Positionspapier vom Arbeitskreis Energetische Infrastruktur der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

► Zum Positionspapier

Pressemitteilung (PDF)

 

 

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