Ergebnisse der jährlichen Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau liegen vor
25.05.2016 - München
Eine gute Auftragslage, aber weiterhin ein Mangel an Ingenieuren – das sind zwei zentrale Ergebnisse der jährlichen Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Die Vorjahre zeigten ein ähnliches Bild.
„Die Zahl der Studienanfänger ist in den letzten Jahren gestiegen. Aber bis die jungen Leute im Berufsleben ankommen, dauert es noch“, kommentiert Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, den bestehenden Ingenieurmangel. „Sowohl Bachelor- wie Masterabsolventen haben gute Aussichten auf einen attraktive Stelle. Das Einstiegsgehalt bewegt sich meist zwischen 35.000 und 40.000 Euro brutto pro Jahr“.
Die allgemeine Geschäftslage bewerten 80 Prozent der Umfrageteilnehmer als positiv – 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur 2 Prozent klagen über eine schlechte Auftragslage und ein schlechtes Auftragsvolumen. „Das ist erstmal sehr erfreulich“, meint Präsident Schroeter. „Doch die viele Arbeit muss auf wenige Schultern verteilt werden. Mehr als die Hälfte der Ingenieurbüros hat offene Stellen und zwei Drittel haben Schwierigkeiten, diese zu besetzen. Diese Zahlen verändern sich seit Jahren kaum“.
Gerade vor dem Hintergrund einer sehr guten Auftragslage können Marktchancen nicht genutzt werden. Dies beeinträchtigt Attraktivität und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und könnten sich damit als Wachstumsbremse - mit negativen Folgen für das Gemeinwesen und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern - erweisen.
Die aktuelle Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau belegt, wie wichtig die Arbeit der Ingenieure für die Gesellschaft und die Wirtschaft ist: Die 71.000 Ingenieurbüros in Deutschland verzeichnen beinahe 56 Milliarden Euro Umsatz. Dabei steuern die bayerischen Ingenieurbüros mit knapp 11 Milliarden Euro ein Fünftel des bundesweiten Umsatzes bei. In Bayern verzeichnen sie mit ihren rund 81.000 Arbeitsplätzen die höchste Beschäftigung in den technologieorientierten wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen.
Die ausführlichen Ergebnisse der Konjunkturumfrage finden Sie unter: alt.bayika.de/de/konjunkturumfrage/
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