Architektur- und Bauingenieurstudenten der TU München entwickeln prototypische Schule
München - 12.07.2013
Sambia wird im Human Development Index 2011, dem Wohlstandsindikator der UNO, auf Platz 164 von 187 gelistet. Dabei bestehen vor allem innerhalb des Bildungssektors große Defizite, was sich am landesweiten Bedarf von 10.000 neuen Klassenräumen für die Grundschulen Sambias deutlich macht.
Die TUM wirkt diesem Mangel gemeinsam mit sambischen Partnern entgegen. Die Studenten der Architektur- und der Bauingenieurfakultät der TUM entwickelten unter der Leitung des Fachgebiets für Holzbau im letzten Semester insgesamt neun Entwürfe für ein prototypisches Schulmodell, das im gesamten Land einsetzbar sein soll. Am Ende des Semesters wurde ein Entwurf ausgewählt, welcher als Basis für die weitere Bearbeitung dient.
Das Grundmodul der Schule besteht aus drei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer und kann bei größerem Platzbedarf erweitert werden. Auch für bereits bestehende Schulen ist dieses Modul für den Ausbau einsetzbar. Die Aufenthaltsqualität in den Räumen wird dabei durch Raumklima, Schallschutz, Raumakustik und Belichtung im Vergleich zu den Standard-Schulbauten Sambias erheblich verbessert. Die Verwendung lokaler Baustoffe und Produktionsmethoden ermöglicht zudem eine ressourcenschonende Gebäudeerstellung. Auch auf regenerative Energiesysteme wird geachtet. Da der Betrieb unabhängig vom Stromnetz ist, funktioniert das Schulmodell auch in nicht erschlossenen, ländlichen Regionen.
Bereits im Frühherbst 2013 werden die 36 Studierenden der TUM die Schule gemeinsam mit Studierenden der University of Zambia und lokalen Arbeitern der Basic School Woodlands mit eigenen Händen bauen. Die Studierenden lernen durch Projekte dieser Art kreative Energie trotz aller Einschränkungen in ästhetische und pragmatische Lösungen umzusetzen und die Dringlichkeit des einfachen Bauens zu verstehen.
Neben der TUM wurde das Projekt von der Unternehmensberatung Munich Advisors Group unterstützt. Vermittler zwischen den Kulturen ist der Gründer Emanuel Chibesakunda, selbst deutsch-sambischer Herkunft.
Zur Realisierung ist der Bau der Schule auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Diese wird ohne Anteil an Verwaltungskosten zu 100 Prozent für die anfallenden Kosten verwendet. Wenn Sie das Bauprojekt „Prototypische Schule für Sambia“ unterstützen möchten, finden Sie alle notwendigen Infos in der PDF-Datei.
(Quelle: Technische Universität München/eh)
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