11,5 Prozent der Fläche Bayerns dient Siedlungs- und Verkehrszwecken
Täglicher Flächenverbrauch lag 2012 im Durchschnitt bei 17,0 Hektar
München
- 01.08.2013
Ende 2012 wurden mit knapp 812 300 Hektar 11,5 Prozent der Fläche Bayerns als Sied-lungs- und Verkehrsfläche genutzt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies binnen Jahresfrist eine Zunahme um 6 231 Hektar bzw. 0,8 Prozent. Der tägliche Flächenverbrauch im Jahr 2012 lag damit durchschnittlich bei 17,0 Hektar. Gut die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche ent-fiel auf Gebäude- und Freiflächen, 41,9 Prozent auf Verkehrsflächen und 4,8 Prozent auf Erholungsflächen. Da die Siedlungs- und Verkehrsfläche in beachtlichem Umfang auch Grün- und Freiflächen umfasst, ist der Flächenverbrauch nicht mit Versiegelung (Überbauung, Betonierung, Asphaltierung usw.) gleich zu setzen.
Wie die Auswertung des amtlichen Liegenschaftskatasters der Vermessungsämter durch das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ergab, waren zum Stichtag 31. Dezember 2012 in Bayern knapp 812 300 Hektar mit Siedlungs- und Verkehrsfläche bedeckt. Dies waren 11,5 Prozent der gesamten Landesfläche des Freistaats (rund 70 550 km²). Gegenüber Ende 2011 nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche um weitere 6 231 Hektar bzw. 0,8 Prozent zu. Pro Tag bedeutete dies im Jahr 2012 eine zusätzliche Inanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke von durchschnittlich 17,0 Hektar, was der Fläche von 24 Fußballplätzen (70 m x 100 m) entspricht. Damit war der tägliche Flä-chenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke niedriger als im vorangegangenen Jahr (18,0 Hektar). Da die Siedlungs- und Verkehrsfläche in beachtlichem Umfang auch Grün- und Freiflächen umfasst, kann der oben genannte Flächenverbrauch nicht mit Versiegelung (Überbauung, Betonierung, Asphaltierung usw.) gleich gesetzt werden.
Mit knapp 417 600 Hektar nahm die Gebäude- und Freifläche Ende 2012 gut die Hälfte (51,4 Prozent) der Siedlungs- und Verkehrsfläche ein. Binnen Jahresfrist war dies eine Zu-nahme um 4 703 Hektar bzw. 1,1 Prozent. Damit wurden knapp drei Viertel des Flächenver-brauchs durch die Bautätigkeit verursacht. Die hierbei mitberücksichtigte Freifläche umfasst alle den Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden zugehörenden unbebauten Flächen, wie z. B. Hofräume, Spielplätze, Grünflächen oder Stellplätze. Weitere 41,9 Prozent (340 000 Hektar) entfielen auf die Verkehrsfläche, also auf Straßen, Wege, Plätze, Schie-nen- und Luftverkehrsflächen. Im Vorjahresvergleich nahm die Verkehrsfläche nur geringfü-gig um 0,2 Prozent bzw. 774 Hektar zu. Ihr Ausbau trug gut 12 Prozent zum Flächenver-brauch bei. 4,8 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche Bayerns (39 100 Hektar) waren als Erholungsflächen - insbesondere Grünanlagen, Campingplätze und Sportstätten - aus-gewiesen. Gegenüber Ende 2012 erhöhte sich diese Fläche wiederum überdurchschnittlich um 1,1 Prozent bzw. 409 Hektar.
In den einzelnen Regierungsbezirken lag der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche zwischen 14,1 Prozent in Mittelfranken und 10,1 Prozent in der Oberpfalz. Der höchste Flächenverbrauch binnen Jahresfrist erfolgte in Oberbayern mit 1 747 Hektar, gefolgt von Niederbayern mit 1 053 Hektar, der geringste in Oberfranken mit 457 Hektar.
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Pressemitteilung (PDF)
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)
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