26.01.2002 München
München (26.01.02) - Die optimale Versorgung der Münchner Bürgerinnen und Bürger durch eine moderne Verkehrsinfrastruktur, die den Einsatz innovativer, effizienter Technologien ohne Verzögerungen zulässt und auf dem Weg des Public Private Partnership finanziert wird, hat der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dipl.-Ing. Karl Kling, als wichtigste lokale Herausforderung der nächsten Jahre bezeichnet: "Klare und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen sind die Voraussetzungen für einen starken Wirtschaftsstandort."
Dass sich die SPD-Fraktion im Münchner Rathaus dem täglich wachsenden Handlungsdruck zur Verbesserung und Zukunftssicherung der Münchner Verkehrsinfrastruktur widersetze, sei aus Ingenieurperspektive kaum hinzunehmen, kritisierte Kling. Die Flughafenanbindung der Münchner Innenstadt durch den Transrapid stoße das Tor in ein neues Technologiezeitalter für den schienengebundenen Verkehr auf. Mit Hilfe Münchner Ingenieurkunst werde der Transrapid in China bereits in wenigen Monaten beweisen, welchen wichtigen Beitrag er zur umweltverträglichen Bewältigung des weiteren Verkehrswachstums einer Mega-City leisten könne. Dass dazu die Offenheit Chinas für neue technische Lösungen der Schlüssel zum Erfolg sei, sollte die Münchner SPD zur dringenden Überprüfung ihrer Haltung veranlassen.
"Made in Germany" sei ein Synonym für Qualität und Zuverlässigkeit, für technische und gestalterische Kompetenz deutscher Produkte. Während sich aber unternehmerische Entscheidungsprozesse stets um Innovationen zur Sicherung vorhandener und zur Erschließung neuer Märkte ranken würden, lasse die rot-grüne Verkehrspolitik der Stadt jedwede Innovationsoffenheit vermissen, urteilte Kling.
Innovative Verkehrstechnologien, die Effektivität und die Effizienz im Personenverkehr erhöhen und nicht zuletzt durch den Erhalt von Arbeitsplätzen zu einer langfristigen Sicherung des Standorts beitragen würden, hätten natürlich ihren Preis. "Es besteht weitgehend Konsens darin, dass der verkehrstechnische Fortschritt mit den endlichen Mitteln eines Finanzierungssystems heutiger Art künftig nicht leistbar ist. Was im Fall der Finanzierung des Autobahnausbaus als volkswirtschaftlich richtig erkannt wurde, die gemeinsame Trägerschaft von Infrastrukturinvestitionen durch Private und die öffentliche Hand, kann beim Transrapid nicht falsch sein!" Nachdem sich diese Einsicht bei Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig bereits im letzten Jahr durchgesetzt habe, hoffe die Bayerische Ingenieurekammer-Bau auf die Wiederaufnahme des sach- und lösungsorientierten Dialogs der Münchner SPD im Raumordnungsverfahren für den Transrapid.
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