14.02.2002 München
München (14.02.02) - Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau begrüßt Ziele und Instrumente der neuen Energieeinsparverordnung. "Die Energieeinsparverordnung wird nicht nur zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfs führen und damit zu niedrigeren Heizkosten sowie zu einer Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes.
Mit der Einführung des Energiebedarfsausweises wird auch ein erster wichtiger Schritt in Richtung Markttransparenz vollzogen," erklärte Präsident Prof. Karl Kling anlässlich der gestern vollzogenen Billigung der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Energiebedarfsausweis" durch den Bundesrat.
Das Energiesparhaus macht nachhaltige Planungsleistungen durch die Begrenzung des Primärenergiebedarfs zur Pflicht. Sie bietet Ingenieuren zudem die Gelegenheit, das Energiesparziel flexibel und kostengünstig zu erreichen, indem sie sowohl den Wärmeschutz als auch die Anlagentechnik berücksichtigen. Kling: "Der Energiebedarf zum Heizen und Erwärmen des Brauchwassers wird um ein Drittel gesenkt, d.h. wir bewegen uns vom bisherigen 10-l-Haus künftig in Richtung 7-l-Haus."
Die Festlegung eines Niedrigenergiehaus-Standards für Neubauwohnungen und die vorgegebenen Einsparinvestitionen im Gebäudebestand bis zum Jahr 2006, wie die Erneuerung veralteter Heizkessel oder die nachträgliche Dämmung von obersten Geschossdecken und bisher frei liegenden Rohrleitungen seien richtig. Kling: "Unser Ziel muss es sein, soviel Transparenz wie möglich über Gebäude und deren technische Einrichtungen zu schaffen. Denn dann können Marktteilnehmer ihre Entscheidung von detaillierten Informationen über den energetischen Zustand der Immobilie abhängig machen". Hierdurch würden zusätzliche Anreize für sinnvolle Investitionen in bauliche und energetische Verbesserungen geschaffen.
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