20.11.2002 München
Maribor / München (20.11.2002) - Der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dipl.-Ing. Karl Kling, ist zum Ehrenmitglied der Slowenischen Ingenieurkammer ernannt worden. Kling ist der erste Ausländer, der diese Auszeichnung erhält.
Bei einem Festakt am 20.11.2002 im Rahmen des "Tages der Ingenieure und Architekten" in Maribor, an dem 300 Mitglieder teilnahmen, erhielt Professor Kling die Ehrenmedaille und Urkunde vom Präsidenten der Slowenischen Ingenieurkammer, Dipl.-Ing. Crtomir Remec, und des Staatssekretärs im Ministerium für Umwelt und Raumordnungsplanung, Joze Novak.
"Professor Kling hat als erster ausländischer Präsident einer Ingenieurekammer direkt nach der Gründung der slowenischen Ingenieur- und Architektenkammer intensive Beziehungen zu uns aufgebaut", hieß es in der Laudatio. Hervorgehoben wurden die Bemühungen Klings um die gegenseitige Anerkennung beruflicher und gesetzlicher Zuständigkeiten unter dem Dach einer künftigen Europäischen Ingenieurkammer.
Professor Kling bedankte sich bei den Mitgliedern der Slowenischen Ingenieurkammer und ihrem Präsidenten Crtomir Remec: "Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und die Ingenieure im Freistaat Bayern."
Am 25.03.1998 war zwischen den Ingenieurkammern Bayerns und Sloweniens ein Kooperationsvertrag unterzeichnet worden. Seit Unterzeichnung des Vertrages sei, so Kling, die Kooperation der Kammern ein Zeichen für die gelebte Einheit Europas. "Wir haben in Slowenien Partner und Freunde gefunden." Kling verwies auf die historische Bedeutung dieses Tages, an dem im Europäischen Parlament erstmals slowenische Abgeordnete ihre Stimme erhoben. "Die europäische Vision wird Wirklichkeit", sagte Kling unter dem Beifall der Ingenieurkollegen und Ehrengäste.
Der "Tag der Ingenieure und Architekten" bot den Kammermitgliedern die Möglichkeit, sich in Beiträgen und Diskussionen über aktuelle Entwicklungen im slowenischen Baurecht, über Umwelt, Verkehrsplanungen, Autobahntransversalen, Wohnungsbau, Stadtsanierung und -gestaltung zu informieren. Kling referierte über die Musterbauordnung Deutschlands, die seit wenigen Tagen als Regelwerk die Grundlage der Novellierung der Landesbauordnungen in Deutschland ist. Kling forderte einen zeitnahen Ausbau des Nord-Süd-Verkehrskorridors vom Freistaat Bayern über Österreich zum slowenischen Adriahafen Koper. Er regte einen länderübergreifenden Dialog für ein Symposium über die Bauordnungen an.
Nachdrücklich wurde er dabei von Staatssekretär Joze Novak unterstützt, der darum bat, das Symposium im Frühjahr 2003 unter der Schirmherrschaft der Slowenischen Regierung und von den beiden Kammern organisiert stattfinden zu lassen.
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