04.04.2003 München
München / Landshut - Die 125 Mitglieder der Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau setzen im Kampf um den Erhalt der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ein eindrucksvolles Zeichen. Bei der Sitzung am 03. April in Landshut wurde eine Resolution beschlossen, welche die Bestrebungen der Bundesregierung und des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, die HOAI als gesetzliche Preisregelung abzuschaffen, entschieden zurückweist.
Die Ingenieure in Bayern sind sich einig: Die HOAI muss erhalten bleiben. Sie ist ein Garant für Baukultur, Verbraucherschutz und Innovation und sichert den Wettbewerb der Ideen. Ruinöse Preiskämpfe, die zu Lasten der Qualität und damit zum Schaden der Auftraggeber gingen, werden vermieden.
Die Mitglieder der III. Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau haben bei ihrer Sitzung in Landshut eine Resolution verabschiedet, die für den Erhalt der HOAI plädiert. Die Bundesingenieurkammer, die Bundesarchitektenkammer und der Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. (AHO) werden aufgefordert, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die HOAI als gesetzliches Preis-recht zu erhalten.
Die bayerischen Ingenieure sehen sich in ihrer Haltung durch die Bayerische Staatsregierung gestärkt, die sich klar und eindeutig für den Erhalt der HOAI ausgesprochen hat. In einem Brief an den Präsidenten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Kling, hatte Staatsminister Erwin Huber, MdL zugesichert, sich für eine schnellstmögliche Strukturnovelle stark zu machen, in der eine Anpassung der in der HOAI geregelten Honorare enthalten sein soll.
Die Resolution ist hier als *pdf-Datei abrufbar.
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