10.04.2003 München
München (10.04.03) - Mit der Gründung des Forums für Sachverständige hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau einen wichtigen Schritt getan, den verantwortlichen Sachverständigen in Bayern einen eigenen institutionellen Rahmen zu geben, innerhalb dessen die spezifischen berufspolitischen Belange erörtert werden können. Rund 70 Interessierte waren bei der ersten Versammlung am 9. April in der Obersten Baubehörde des Staatsministeriums des Innern anwesend. Dabei wurden erste Fragestellungen erörtert und künftige Tätigkeitsschwerpunkte des Forums definiert.
"Von null auf hundert" in nur einem Nachmittag - derart positiv kann die Gründungsversammlung des Forums für Sachverständige beschrieben werden. Die Idee, einen solchen Gesprächskreis zu gründen, innerhalb dessen aktuelle Fragen des Sachverständigenwesens unter den eigentlich Betroffenen diskutiert und Lösungen erarbeitet werden sollen, stammt von Dipl.-Ing. (FH) Hermann Kaufer, selbst verantwortlicher Sachverständiger für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen und in der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ehrenamtlich als Mitglied der Vertreterversammlung und als Vorsitzender des Ausschusses Fachgruppenarbeit aktiv.
Mit Ministerialrätin Gabriele Famers von der Obersten Baubehörde, Baudirektor Dipl.-Ing. Herbert Luy von der Lokalbaukommission München, Ministerialrat a.D. Friedrich Amann von der Bayerischen Architektenkammer , Torsten Knopp, Geschäftsführer der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und Dipl.-Ing. (FH) Hermann Kaufer standen den Anwesenden sachkundige Gesprächspartner Rede und Antwort.
Zentrales Anliegen der Veranstaltung war der Dialog der Sachverständigen untereinander. Und der rückte einige Themenbereiche in den Mittelpunkt, der von den Teilnehmern in nächster Zeit detaillierter bearbeitet werden wird, wie beispielsweise die Erarbeitung von Gebührentabellen, wodurch eine Anpassung der Honorierung an die der übrigen Sachverständigen erreicht werden soll.
Die Bestrebungen, Sachverständige künftig noch stärker als bisher in die Planungsphase mit einzubeziehen, sollen forciert werden. Die Sachverständigen sehen sich selbst als Berater des Planers, der durch das Einbringen seines Fachwissen erheblich zur Qualitätsoptimierung und zur Baukostenreduzierung beitragen kann.
Großen Diskussionsbedarf gab es in Sachen Aus- und Weiterbildung. Zur Zulassung als verantwortlicher Sachverständiger für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen ist derzeit eine Fachgutachten der IHK in Stuttgart oder Saarbrücken vorgeschrieben. Diese exklusive Festlegung auf zwei prüfende Stellen wurde kritisiert. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist schon seit einiger Zeit bestrebt, die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch andere geeignete Institutionen die Erlangung des Fachgutachtens ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen bundesweit einheitliche Prüfungsanforderungen formuliert werden. Auch soll geprüft werden, ob die Ingenieurakademie Bayern Günter-Scholz Fortbildungswerk der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau vorbereitende Kurse zu den derzeitigen Prüfungen anbieten kann.
Wichtiges Anliegen war den Sachverständigen der intensive kollegiale Austausch untereinander. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau wird hierzu gemäß dem Bedarf, der aus den Reihen des Forums für Sachverständige angemeldet wird, den organisatorischen Rahmen bereitstellen.
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