Wohnbauförderung muss künftig regional differenziert werden

12.06.2003     München

München (12.06.03) Mit seiner Forderung, die staatlichen Fördermittel für den Eigenheimbau zu streichen, verkennt der Deutsche Mieterbund die Wohnraumnot in zahlreichen Ballungsräumen. „Nicht die bundesweite Streichung der Mittel für den Eigenheimbau und eine Konzentration auf innerstädtischen Wohnraum kann die Lösung sein, sondern eine stärker regional differenzierte Verteilung der Mittel“, sagte der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Kling.

In der Tat nehmen die Wohnungsleerstände in zahlreichen deutschen Städten eine Dimension an, die rasches Handeln erfordert. Doch der Vorschlag des Deutschen Mieterbunds, die staatlichen Fördermittel für den Eigenheimbau komplett zu streichen, führt in die falsche Richtung. „Für wirtschaftlich schwächere Regionen besteht sicherlich der richtige Weg darin, die Zersiedelung zu stoppen und damit die Innenstädte mit mehr Leben zu erfüllen“, sagte der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Kling.

Doch es gebe in Deutschland eben auch Regionen wie beispielsweise München oder Stuttgart, in der die Nachfrage nach Wohnraum nicht allein innerstädtisch zu befriedigen sei. „Die Menschen dort sind angewiesen auf die Möglichkeit, sich Eigentum außerhalb schaffen zu können.“ Aus diesem Grund forderte Kling, die Wohnraumförderung stärker regional zu differenzieren. „Es macht keinen Sinn, in Städten wie Erfurt oder im Ruhrgebiet Neubauten zu fördern, wenn dort große Leerstände vorhanden sind. Das Geld muss dorthin fließen, wo die Menschen dringend Wohnraum benötigen“, so der Kammerpräsident.

Es müsse schließlich auch im Interesse des Mieterbunds sein, so Kling weiter, dass in den Ballungsräumen durch den Wegzug von Mietern in Eigenheime eine Entspannung eintrete, die sich auf das Wohnungsangebot und unter Umständen auch auf die Mietpreise auswirke.

 

 

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