Bündnis zum Flächensparen unterzeichnet

30.07.2003     München

München (30.07.03) – Die Staatsminister Dr. Günther Beckstein und Dr. Wer-ner Schnappauf haben gemeinsam mit den Präsidenten des Städte-, des Gemeinde- und des Landkreistages Josef Deimer, Dr. Uwe Brandl und Theo Zellner, dem Präsidenten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Kling, dem Präsidenten der Bayerischen Architektenkammer Prof. Peter Kaup und weiteren Partnern das „Bündnis zum Flächensparen“ unterzeichnet. Damit soll ein verantwortungsvoller und sparsamer Umgang mit Böden und eine Reduzierung des Flächenverbrauchs erreicht werden.

In den kommenden Monaten wird von den Bündnispartner ein ge-meinsames Programm erarbeitet, welches zum Ziel hat, eine Verrin-gerung des Flächenverbrauchs zu erreichen, ohne gleichzeitig das wirtschaftliche Wachstum oder die Zunahme der Eigenheimquote zu hemmen. Bayern verzeichnet nach wie vor einen Zuwachs an Bevöl-kerung. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Zahl der Einzel-haushalte nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen mehr als verdoppelt. Trotz-dem liegt Bayern mit einem Anteil an Siedlungs- und Verkehrsfläche von 10,4 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 12,3 Prozent.

Der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, der das Bündnis zum Flächensparen unterzeichnete, lobte das Vorhaben, das auf eine Initiative des Bayerischen Städtetags zurückgeht: „Die Ingenieure in Bayern sind sich ihrer Verantwortung um Umwelt und Natur zur Bewahrung der Schöpfung bewusst.“ Der Erhalt einer in-takten Landschaft als Lebensgrundlage für Menschen, Flora und Fauna, so Kling weiter, sei erklärtes Ziel der Bayerischen Ingenieure-kammer-Bau und ihrer 5200 Mitglieder.
„Es gilt, den Verbrauch an Neuflächen auf das unbedingt notwendi-ge Maß zu minimieren. Dabei ist großes Augenmerk darauf zu rich-ten, den Anteil der versiegelten Fläche so gering wie möglich zu hal-ten“, sagte der Kammerpräsident. Gleichzeitig forderte er dazu auf, durch Nachverdichtung, Konversion, Flächenrecycling oder Revitali-sierung verstärkt die bereits bestehenden Siedlungsflächen zu nut-zen. „Ziel der Ingenieure ist“, so Kling, „nachfolgenden Generatio-nen eine lebenswerte, intakte Umwelt zu erhalten gemäß dem in Ar-tikel 3 der Verfassung des Freistaats Bayern verankerten Staatsziel: ‚Der Staat schützt die natürlichen Lebensgrundlagen.’ “

 

 

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