29.04.2004 München
München – Die Mitglieder der IV. Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau haben in ihrer Frühjahrs-Sitzung am 22. April eine Resolution verabschiedet. In dieser wird die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, die Investitionen in Planung, Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zu verstetigen. Der Bayerische „Sparhaushalt“, so die Ingenieure, wird zu einem verstärkten Abbau von qualifizierten Stellen im Bauwesen führen. Dies führt zu einer Vernichtung von über Jahrzehnte aufgebauten Ingenieurkompetenzen.
Erheblichen Schaden für den Standort Bayern prognostizieren die im Bauwesen tätigen Ingenieure in Bayern, sollte die Bayerische Staatsregierung an ihrem Vorhaben festhalten, durch ihr Investitionsverhalten bei Planung, Bau und Erhalt der Infrastruktur die konjunkturellen Einbrüche noch zu verstärken. Das ohnehin enorm reduzierte Planungs- und Bauvolumen wird durch den „Sparhaushalt“ der Bayerischen Staatsregierung noch weiter verstärkt.
Dadurch, so die Befürchtung der Mitglieder der Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, werden qualifizierte Stellen im Bauwesen abgebaut, was zur Schließung – auch langjährig erfolgreicher – Ingenieurbüros führt.
„Für ein maßvolles Sparen“, so die Präsidentin der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Dipl.-Ing. Univ. Heidi Aschl, „haben wir Verständnis. Aber der derzeitige Sparehrgeiz vernichtet nicht nur Wissen, Können und Innovationskraft bei den Ingenieuren, er bürdet den kommenden Generationen auch nicht zu bewältigende Kosten für die Instandsetzung der Infrastruktur auf.“ Wer heute nicht investiere, so die Kammerpräsidentin weiter, vernichte im großen Stil auf nicht zu verantwortende Weise Volksvermögen.
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