
Glückliche Preisträger, spannende Vorträge und ein neuer Besucherrekord: Das war der 23. Bayerische Ingenieuretag 2015. Rund 1.000 Gäste aus den Bereichen Bau, Politik und Gesellschaft trafen sich am Freitag, 23. Januar, beim 23. Ingenieuretag der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Die Veranstaltung stand dabei unter dem Motto „Ingenieure setzen Maßstäbe“. Das Thema zeigte die Bedeutung der
Ingenieure für den technischen Fortschritt und die ökonomische und
baukulturesse Entwicklung der heutigen Gesellschaft.
„Der 23. Bayerische Ingenieuretag war für uns ein voller Erfolg“, resümiert Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Sein Fazit der Veranstaltung: „Wir hatten mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Dipl.-Ing. Hermann Tilke großartige Referenten. Zudem haben wir drei Ingenieure, die herausragende Projekte geplant und realisiert haben, mit dem Ingenieurpreis 2015 ausgezeichnet. Und mit rund 1.000 Gästen haben wir auch noch einen neuen Besucherrekord aufgestellt.“
► Rede zum Download (PDF)
Das Grußwort zur Veranstaltung sprach in diesem Jahr der Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, Ministerialdirektor Dipl.-Ing.Univ. Helmut Schütz, in Vertretung für Innenminister Joachim Herrmann.
► Rede zum Download (PDF)
Was bedeutet gute berufliche und akademische Bildung heute für uns und für unsere Zukunft?
Mit dieser Frage setzte sich Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosophieprofessor an der LMU München, in seinem Vortrag auseinander. Gerade für Ingenieure spielt verantwortliches Handeln eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Verbindung von Ethik und Ökonomie, aber auch für den Erhalt unseres Ausbildungs- und Wissenschaftssystems mit praktischer Berufsausbildung und wissenschaftlicher Grundlagenforschung.
Bauen für einen schnellen Sport: Dipl.-Ing. Hermann Tilke zeigte, dass die deutsche Ingenieurskunst nicht nur in der Formel 1 Weltklasse ist, sondern auch beim Bau von Rennstrecken und anderen Großprojekten.
Denn bei Großprojekten im In- und Ausland kommt es auf die enge Verzahnung der Abläufe, die direkte Kommunikation aller Beteiligten und kurze Entscheidungswege an – von der Konzeption über die Planung bis zur Bauleitung und Projektsteuerung.
► Die Broschüre mit beiden Reden erhalten Sie hier zum Download.

Nach den Referenten standen die Preisträger des Ingenieurpreises2015 und deren herausragende Ingenieurleistungen im Fokus. Einen ausführlichen Überblick über die Preisträger und die ausgezeichneten Projekte finden Sie unter folgendem Link:
► Ingenieurpreis 2015
1. Platz: Erneuerung des Wertachtalübergangs bei Nesselwang - Dr. Schütz IngenieureMit dem mit 6.000 Euro dotierten ersten Platz des Ingenieurpreises 2015 wurde Dipl.‐Ing.(FH) Gerhard Pahl vom Ingenieurbüro Dr. Schütz Ingenieure aus Kempten mit der Erneuerung des Wertachtalübergangs bei Nesselwang ausgezeichnet.
Das besondere des Projekts: Durch einen neu entwickelten Bauvorgang war der gleichzeitige Verschub des neuen und der Ausschub des alten Überbaus möglich. So ist eine robuste und unterhaltsarme Brücke entstanden. Dass die Gitterroste der alten Brücke weiterverwendet wurden, drückt den Willen zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen aus. Dazu kommt, dass wegen Schonung des Tals und der Weiterverwendung der Unterbauten, die Umweltverträglichkeit und die Nachhaltigkeit deutlich erhöht wurden.
Der zweite Platz, dotiert mit 4.000 Euro, ging an Dipl.‐Ing.(FH) Georg Irlbacher von inrotec Ingenieurbüro für Innovative.Rohr.Technologie GmbH aus Markt Erlbach (Mittelfranken) für die Neuerrichtung der Schiffsanlegestelle für die Regensburger Kristallflotte.
Bei diesem Projekt war das Ziel, trotz der starken Wasserstandschwankungen der Donau einen genehmigungsfähigen Dalben zu entwickeln und dabei ein sicheres Liegen der Schiffe auch bei Hochwasser zu gewährleisten. Unter Dalben versteht man die Verbindung von mehreren Pfählen zum Beispiel aus Holz, Stahl, oder Beton, an denen Schiffe festgemacht werden. Für das Projekt wurde ein zweiteiliges System aus Trag- und Schwimmdalben genutzt. Dieses passt sich in seiner Länge dem Wasserstand an. Die dabei entstehende Geräuschentwicklung durch das Gleiten von Stahl auf Stahl wurde berücksichtigt. Die Lösung war der Einbau von hoch abriebfesten Gleitelementen aus UHMW-PE-Material.
AJG Ingenieure GmbH
Einen Sonderpreis erhielt Dr.‐Ing. Dirk Jankowski von AJG Ingenieure GmbH aus München für die Errichtung einer Überdachung für den Großmengenwertstoffhof an der Mühlangerstraße in München. Um die Recyclingquoten zu erhöhen, entwickelte der Abfallwirtschaftsbetrieb München das Konzept von Großmengenwertstoffhöfen.
Die Münchner Bürger können in zwei „Wert-stoffhof plus“ genannten Großmengenwertstoffhöfen größere Mengen von Abfall anliefern. Die notwendige Tragwerksplanung für die beiden Großmengenwertstoffhöfe übernahm die AJG Ingenieure GmbH. Dazu gehörten auch die Planungen für die Überdachung der Containeraufstellflächen.
Im Anschluss an die Verleihung des Ingenieurpreises gab der 2. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, eine Zusammenfassung des Tages.
Durch die Veranstaltung moderierte Dr. Wolfgang Habermeyer von BR-alpha.
| | ![]() | |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |
| ![]() | ![]() |

[ zurück ]


Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau dankt den Verbänden für die freundliche Unterstützung zum Ingenieuretag 2018.

Ingenieur Bau Werke
Tradition. Fortschritt. Innovation.
Ingenieure setzen Maßstäbe
Krisen | Chancen | Ingenieure
Ingenieure gestalten Zukunft
Öffentliches Bauen - Bauen für alle?!
Ganzheitliches Planen und Bauen
Kräfte bündeln - Chancen und Perspektiven
Zeig was Du tust!
Bayerische
Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de